FLUORETTEN 0,25 mg Tabletten, 300 St
FLUORETTEN 0,25 mg Tabletten
Hersteller: Zentiva Pharma GmbH
PZN: 02477924
Darreichung: Tabletten
Inhalt: 300 St
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Gebrauchsinformationen zum FLUORETTEN 0,25 mg Tabletten, 300 St
Anwendungsgebiet
Fluoretten 0,25 mg Tabletten sind ein Arzneimittel zur Vorbeugung von Karies. Der Wirkstoff in diesem Präparat ist Natriumfluorid. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
Jede Lutschtablette enthält 0,553 mg Natriumfluorid, was einem Fluoridanteil von 0,25 mg entspricht. Zusätzlich sind folgende Hilfsstoffe enthalten: Lactose-Monohydrat, sprühgetrocknetes Arabisches Gummi, Macrogol 4.000, Magnesiumstearat (pflanzlich), Saccharin-Natrium und Himbeeraroma.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen Natriumfluorid oder einen der sonstigen Bestandteile vorliegt. Auch sollte es nicht verwendet werden, wenn bereits ausreichend Fluorid durch fluoridiertes Speisesalz, Trink-, Mineral- oder Tafelwasser zugeführt wird. Bei Kindern unter 3 Jahren sollte keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden.
Dosierung
Die Dosierung von Fluoretten 0,25 mg Tabletten hängt vom Lebensalter des Kindes und der sonstigen Fluoridaufnahme ab. Es ist wichtig, dass nur eine orale Form der Fluoridzufuhr zur Anwendung kommt. Der Kinderarzt oder Zahnarzt sollte die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz, fluoridhaltigen Tabletten, Gelen/Lacken, fluoridreichem Mineralwasser und den Fluoridgehalt des Trinkwassers berücksichtigen.
Wenn die Fluoridkonzentration im Trinkwasser oder Mineralwasser mehr als 0,7 mg/l beträgt, ist eine zusätzliche Gabe von Fluoridtabletten nicht erforderlich. In Deutschland liegt der Fluoridgehalt des Trinkwassers meist unter 0,3 mg/l.
Die empfohlene Dosierung ist wie folgt:
Alter 0 bis unter 3 Jahre: Fluoridkonzentration im Trinkwasser/Mineralwasser unter 0,3 mg/l = 0,25 mg Fluorid pro Tag. Fluoridkonzentration im Trinkwasser/Mineralwasser unter 0,3 - 0,7 mg/l = 0,00 mg Fluorid pro Tag.
Alter 3 bis unter 6 Jahre: Fluoridkonzentration im Trinkwasser/Mineralwasser unter 0,3 mg/l = 0,5 mg Fluorid pro Tag. Fluoridkonzentration im Trinkwasser/Mineralwasser unter 0,3 - 0,7 mg/l = 0,25 mg Fluorid pro Tag.
Alter ab 6 Jahre: Fluoridkonzentration im Trinkwasser/Mineralwasser unter 0,3 mg/l = 1,0 mg Fluorid pro Tag. Fluoridkonzentration im Trinkwasser/Mineralwasser unter 0,3 - 0,7 mg/l = 0,5 mg Fluorid pro Tag.
Die Anwendung sollte so früh wie möglich beginnen und zumindest während der ersten 12 Lebensjahre konsequent durchgeführt werden. Eine Fortsetzung der Prophylaxe bis in das Erwachsenenalter hinein ist empfehlenswert.
Bei einer leichten Überdosierung kann das Präparat für einige Tage abgesetzt werden. Bei akuter Einnahme größerer Mengen Fluorid können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Bei Fluoridmengen bis zu 100 mg oder 5 mg/kg Körpergewicht wird die Gabe von Kalzium empfohlen. Eine akute Überdosierung ist unbedingt zu vermeiden.
Bei längerfristiger Überdosierung muss das Präparat abgesetzt werden. Es besteht die Möglichkeit einer SchmeIzfleckenbildung an den bleibenden Zähnen und bei sehr erheblicher, langfristiger Überdosierung können sich Störungen des Knochenaufbaus entwickeln.
Einnahme
Die Lutschtabletten sollten langsam gelutscht werden, da ein Teil der Wirkung durch die lokal höheren Fluoridkonzentrationen im Mund zustande kommt. Säuglingen und Kleinkindern kann die zerdrückte Lutschtablette auf einem Löffel mit Nahrung, Wasser oder Tee verabreicht werden. Eine Beigabe zur Flaschennahrung kann erfolgen, wenn zu erwarten ist, dass die Flasche vollständig ausgetrunken wird.
Der beste Anwendungszeitpunkt ist abends nach dem Zähneputzen, da hierbei die hohen Fluoridkonzentrationen an den Zähnen besonders lange erhalten bleiben.
Patientenhinweise
Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich bei früh- und mangelgeborenen Säuglingen sowie bei Kindern mit schweren, das Wachstum beeinträchtigenden chronischen Erkrankungen. Säuglinge, die eine ausgewogene Nährstoffzufuhr erhalten, und Kinder mit einer bilanzierten Diät bedürfen keiner zusätzlichen Fluoridgabe.
Wenn das zur Zubereitung der Nahrung verwendete Wasser mehr als 0,3 mg Fluorid pro Liter enthält, ist eine zusätzliche Fluoridgabe nicht notwendig. Bei Verwendung von fluoridiertem Speisesalz sollte auf weitere Fluoridgaben verzichtet werden.
Erhöhen Sie die Dosierung des Präparates nicht über die empfohlene Dosis hinaus, da sich bei ständiger Überdosierung Schmelzflecken an den bleibenden Zähnen und bei sehr erheblicher, langfristiger Überdosierung Störungen des Knochenaufbaus entwickeln können.
Schwangerschaft
Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes oder die Geburt. Während der Stillzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel nicht angewendet werden darf.
Sonstiges
Die gleichzeitige Zufuhr von Calcium und Magnesium vermindert die Resorption von Fluorid nicht wesentlich. In den ersten beiden Lebensjahren kann eine kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe mit einem Vitamin-D/Natriumfluorid-haltigen Kombinationspräparat durchgeführt werden. In diesem Fall sollte die Anwendung von Fluoretten 0,25 mg Tabletten unterbleiben.
Hersteller
Zentiva Pharma GmbH, Linkstraße 2, 10785 Berlin
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