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Importal 1g/g Beutel (50x10 g)

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Hersteller: ANGELINI Pharma Österreich GmbH

PZN: 03968498

Darreichung: Pulver

Inhalt: 50X10 g

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Gebrauchsinformationen zum Importal 1g/g Beutel (50x10 g)

Anwendungsgebiet

Dieses Arzneimittel ist ein Laxans, also ein Abführmittel, und dient gleichzeitig als Lebertherapeutikum. Der Wirkstoff LactitolMonohydrat wird zur symptomatischen Behandlung von Stuhlverstopfung eingesetzt, die durch eine schlackenreiche Ernährung und andere Maßnahmen nicht gelindert werden kann. Zudem wird es zur symptomatischen Behandlung einer hepatischen Enzephalopathie verwendet. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.

Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten

Das Arzneimittel enthält 10 g Lactitol 1-Wasser, was 9.5 g Lactitol entspricht. Zusätzlich sind 0.04 BE Kohlenhydrate als Hilfsstoff enthalten.

Gegenanzeigen

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Lactitol sind. Es sollte auch nicht angewendet werden bei nicht gesicherter Darmpassage, wie beispielsweise bei einem Darmverschluss oder einem künstlichen Darmausgang, da der Wirkstoff im Dickdarm seine Wirkung entfaltet. Zudem darf es nicht bei Symptomen oder Verdacht auf eine organische Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, unklare Bauchschmerzen oder Blut im Stuhl eingenommen werden. Bei Galaktoseunverträglichkeit oder Galaktosämie, einer seltenen erblichen Stoffwechselkrankheit, ist die Einnahme ebenfalls kontraindiziert. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern muss das autosomal-rezessiv erbliche Fructose-Intoleranz-Syndrom ausgeschlossen werden, da dies zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann. Auch bei Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie bei Durchfall sollte das Arzneimittel nicht verwendet werden.

Dosierung

Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau wie beschrieben oder nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Bei Stuhlverstopfung sollte die Dosierung individuell so angepasst werden, dass einmal täglich ein Stuhlgang erfolgt. Erwachsene nehmen zunächst 20 g Pulver täglich, was zwei Beuteln entspricht, und können die Dosis bei Erfolg auf 10 bis 15 g täglich reduzieren. Kinder erhalten eine durchschnittliche tägliche Anfangsdosis von 0,25 g pro Kilogramm Körpergewicht, abhängig von ihrem Gewicht. Bei hepatischer Enzephalopathie wird die Dosierung so angepasst, dass zweimal täglich ein weicher Stuhlgang erfolgt. Die Anfangsdosis beträgt täglich 0,5 bis 0,7 g pro Kilogramm Körpergewicht, verteilt auf drei Einnahmen zu den Mahlzeiten. Bei Einnahme per Nasen-Schlund-Sonde beträgt die Anfangsdosis täglich 1 bis 2 ml pro Kilogramm Körpergewicht einer 40%igen Lösung.

Die Behandlung sollte nicht länger als vier Wochen ohne ärztlichen Rat fortgesetzt werden. Bei einer Überdosierung können abdominale Schmerzen und Durchfall auftreten, die eine Dosisreduktion oder ein Absetzen des Präparates erfordern. Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, sondern setzen Sie die Anwendung wie vorgesehen fort. Ein Abbruch der Therapie sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Einnahme

Bei Stuhlverstopfung wird das Präparat einmal täglich, morgens oder abends, zu den Mahlzeiten eingenommen, vorzugsweise dem Essen oder einem Getränk beigemischt. Nach der Einnahme sollten Sie ein bis zwei Gläser Flüssigkeit nachtrinken. Die abführende Wirkung tritt in der Regel einige Stunden nach der Einnahme ein, kann jedoch zu Therapiebeginn um zwei bis drei Tage verzögert sein. Bei hepatischer Enzephalopathie wird eine 40%ige Lösung hergestellt, indem 200 g Pulver in heißem, destilliertem Wasser aufgelöst und mit Wasser auf 500 ml aufgefüllt werden.

Patientenhinweise

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Eine längere Anwendung von Abführmitteln ohne Unterbrechung sollte vermieden werden. Bei chronischer Verstopfung sollten zunächst eine ballaststoffreiche Diät, ausreichende Flüssigkeitszufuhr oder körperliche Aktivität angestrebt werden. Durchfall kann ein Zeichen einer Überdosierung sein und sollte durch Dosisreduktion behandelt werden. Bei älteren oder geschwächten Patienten unter Langzeitbehandlung sollten die Serum-Elektrolytkonzentrationen regelmäßig bestimmt werden. Während der Behandlung können vermehrt Wasserstoffansammlungen im Darm entstehen, daher muss der Darm vor der Verwendung eines Elektrokauters sorgfältig gereinigt werden. Patienten mit Übelkeit wird die Einnahme zu den Mahlzeiten empfohlen. Eine Kotstauung im Dickdarm sollte vorrangig mit anderen Mitteln behandelt werden. Kinder sollten das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt erhalten.

Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Dieses Arzneimittel sollte, wie alle Abführmittel, insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nur auf ärztlichen Rat eingenommen werden. Über den Übergang in die Muttermilch liegen keine Untersuchungen vor, jedoch scheint dies ohne klinische Bedeutung zu sein, da nur geringe Mengen der Substanz aus dem Darm in die Blutbahn aufgenommen werden. Das Arzneimittel darf während der Stillzeit angewendet werden.

Hinweise

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Sonstiges

Wie bei allen Abführmitteln sollten vor Beginn der Behandlung evtl. bestehende Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes ausgeglichen werden. Das Arzneimittel kann auch bei Zuckerkrankheit verabreicht werden. Die zahnschädigende Wirkung des Arzneimittels ist vernachlässigbar. Bei Wechsel zwischen dünnen Stühlen und Verstopfung soll die Ursache vor der Behandlung mit dem Arzneimittel vom Arzt geklärt werden. Bei Verstopfung wird täglich einmal, bei bindegewebigem Umbau der Leber täglich zweimal weicher Stuhlgang angestrebt. Bei älteren oder geschwächten Patienten unter Langzeitbehandlung mit dem Arzneimittel sollten die Blutwerte regelmäßig bestimmt werden.

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