
Pangrol 10000 Hartkapseln mit magensaftresistent überzogene Pell., 50 St
Pangrol 10000 Hartkapseln mit magensaftresistent überzogene Pell., 50 St
Hersteller: BERLIN-CHEMIE AG
PZN: 06324933
Darreichung: Kps. magensaftres. Pellets
Inhalt: 50 St
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Gebrauchsinformationen zum Pangrol 10000 Hartkapseln mit magensaftresistent überzogene Pell., 50 St
Anwendung
Dieses Arzneimittel gehört zur Gruppe der Pankreasenzympräparate. Es enthält Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse, die bei der Zersetzung von Fett, Stärke und Eiweiß in der Nahrung helfen. Die Enzyme sind in Kapseln mit magensäureresistenten Mikrotabletten enthalten, die sich im Magen freisetzen und sich mit dem Nahrungsbrei vermischen, um die Enzyme gleichmäßig in den Dünndarm zu transportieren.
Das Präparat wird zur Behandlung von Verdauungsstörungen eingesetzt, die durch eine unzureichende Funktion der Bauchspeicheldrüse verursacht werden. Es ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geeignet. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wirkstoffe und Inhaltsstoffe
Jede Kapsel enthält 106,5 mg Pankreas-Pulver vom Schwein, das folgende Enzyme umfasst: 10.000 PhEur-Einheiten Triacylglycerollipase, Amylase und Proteasen. Zusätzlich enthält das Präparat folgende Hilfsstoffe: mikrokristalline Cellulose, Chinolingelb, Croscarmellose-Natriumsalz, Eisen(III)-hydroxid-oxid x-Wasser, Eisen(III)-oxid, Eudragit L 30 D-55, Gelatine, Indigocarmin, Magnesiumstearat (pflanzlich), hydriertes Rizinusöl, hochdisperses Siliciumdioxid, Simeticon-Emulsion 30%, Talkum, Titandioxid, Triethylcitrat und 1 mmol Gesamt-Natrium-Ion.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Pankreas-Pulver vom Schwein oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Auch bei einer Allergie gegen Schweineeiweiß sollte das Präparat nicht verwendet werden, da das enthaltene Pankreas-Pulver aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen stammt.
Dosierung
Die Dosis muss individuell angepasst werden und sollte unter Berücksichtigung von Menge und Zusammensetzung der Mahlzeiten die für eine angemessene Fettverdauung notwendige Enzymdosis nicht überschreiten. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen und an der Verbesserung der Krankheitszeichen ausgerichtet sein.
Die empfohlene Dosis für Erwachsene und Jugendliche beträgt 20.000 bis 75.000 Einheiten pro Mahlzeit (entspricht 2 bis 7 Kapseln) bzw. 10.000 bis 25.000 Einheiten pro Zwischenmahlzeit (entspricht 1 bis 2 Kapseln). Bei Säuglingen und Kindern beträgt die empfohlene Anfangsdosis 10.000 bis 20.000 Ph. Eur. Einheiten pro Mahlzeit.
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf. Das Präparat ist zur Dauerbehandlung geeignet. Solange die Verdauungsschwäche besteht, ist eine fortlaufende Gabe des Arzneimittels notwendig.
Einnahme
Nehmen Sie das Präparat zu den Mahlzeiten mit viel Flüssigkeit, beispielsweise Fruchtsaft, ein. Wenn Sie die ganzen Kapseln nicht schlucken können, können Sie die Kapseln durch Auseinanderziehen öffnen und den Inhalt mit einer kleinen Menge Flüssigkeit oder weicher Speise mischen, die Sie ohne Kauen herunterschlucken können. Schlucken Sie dies sofort nach dem Mischen und ohne zu kauen. Trinken Sie hinterher ein Glas Wasser oder Saft, damit wirklich das gesamte Arzneimittel heruntergespült wird.
Mischen Sie den Kapselinhalt nicht mit basischen Speisen oder Getränken wie Milch, Speiseeis oder Tee. Weder die Kapseln noch ihr Inhalt dürfen zerkaut werden.
Patientenhinweise
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Wenn diese aktiven Enzyme nicht anweisungsgemäß eingenommen werden, können sie die Schleimhaut in der Mundhöhle reizen, wenn sie dort freigesetzt werden. Deswegen müssen die Kapseln und/oder ihr Inhalt als Ganzes unzerkaut geschluckt werden.
Das Arzneimittel hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Dieses Arzneimittel kann während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden. Soweit bekannt ist, besteht kein Risiko für den Fetus oder das Baby. Allerdings müssen Sie die verordnete Dosis genau einhalten.
Hinweise
Es ist darauf zu achten, das Präparat unzerkaut zu schlucken, da es aktive Enzyme enthält, die bei der Freisetzung in der Mundhöhle, z. B. durch Zerkauen, dort zu Schleimhautschädigungen führen können.
Die Resorption von Folsäure kann durch die Einnahme Pankreaspulver-haltiger Fertigarzneimittel vermindert werden, so dass eine zusätzliche Folsäurezufuhr erforderlich sein kann.
Die Wirkung der blutzuckersenkenden Wirkstoffe Acarbose und Miglitol kann durch die gleichzeitige Einnahme des Präparates herabgesetzt werden.
In Einzelfällen sind allergische Reaktionen vom Soforttyp sowie allergische Reaktionen des Verdauungstraktes nach Einnahme von Pankreas-Pulver beschrieben worden. Bei Auftreten dieser allergischen Reaktion muss das Präparat sofort abgesetzt werden und möglichst umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Bei Patienten mit Mukoviszidose ist in Einzelfällen nach Gabe hoher Dosen von Pankreas-Pulver die Bildung von Verengungen im Dickdarm beschrieben worden.
Das Präparat darf bei akuter Pankreatitis und einem akuten Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase nicht eingenommen werden.
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