LOPERAMID AL akut Hartkapseln, 10 St
LOPERAMID AL akut Hartkapseln, 10 St
Hersteller: ALIUD Pharma GmbH
PZN: 08910316
Darreichung: Hartkapseln
Inhalt: 10 St
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Gebrauchsinformationen zum LOPERAMID AL akut Hartkapseln, 10 St
LOPERAMID AL akut - Bei akutem Durchfall
Mit dem bewährten Wirkstoff Loperamidhydrochlorid reduziert dieses Produkt den Wasserverlust und kann die Häufigkeit der Stuhlentleerung senken. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Stoppt den Durchfall
Durchfall ist eine Abwehrreaktion des Körpers und keine Krankheit. Er ist ein Symptom dafür, dass unsere normal funktionierende Verdauung gestört oder verändert ist. Gründe hierfür sind vielfältig. Eine Laktose- oder Fruktoseintoleranz, der Verzehr von verdorbenen Nahrungsmitteln durch Gifte oder Krankheitserreger sowie verunreinigtes Trinkwasser können Durchfall verursachen. Normalerweise nimmt unser Verdauungssystem Nährstoffe, Flüssigkeit und Elektrolyte aus der Nahrung auf. Die festen und unverdaulichen Bestandteile verbleiben im Stuhl und werden ausgeschieden. Hinter dem plötzlich einsetzenden und nur wenige Tage andauernden Durchfall stecken meist Infekte mit Krankheitserregern. Bei starkem Durchfall verliert der Körper große Mengen an Wasser und Salzen, was zu Austrocknung führen kann.
Mit bewährtem Wirkstoff
Der Wirkstoff Loperamidhydrochlorid bindet direkt an die Rezeptoren im Darmbereich. Die gesteigerten Darmbewegungen, die den Darminhalt beschleunigt weitertransportieren, werden durch Loperamid verlangsamt. Dadurch kann die Häufigkeit der Stuhlentleerung gesenkt und der Durchfall gestoppt werden.
Urlaubszeit bleibt Erholungszeit
Wenn die Toilette plötzlich zu einem zentralen Thema im Urlaub wird, kann dies für die Betroffenen nicht nur unangenehm, sondern auch belastend sein. Eine Zeit- und Klimaumstellung, ungewohnte, scharfe oder fettige Speisen, verunreinigtes Trinkwasser und schlechte hygienische Verhältnisse können Durchfall im Urlaub hervorrufen. Loperamid kann in solchen Fällen der Urlaubsretter sein, indem es den Durchfall rasch stoppt und einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege steht.
Schutzmaßnahmen beachten
Es ist schwierig, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Es gibt jedoch einige hilfreiche Maßnahmen. Verdorbene Lebensmittel sollten gemieden werden. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln geboten, die lange Zeit ungekühlt aufbewahrt wurden. Erkrankte Familienmitglieder sollten vermehrt Hände waschen und regelmäßig Bettbezüge wechseln. Es ist ratsam, verschmutzte Flächen im Sanitärbereich sowie Türklinken zu desinfizieren. Allgemeine Hygienemaßnahmen sind ebenfalls hilfreich.
Kinder und Senioren
Kinder und ältere Personen sind besonders anfällig für Krankheitserreger, die Durchfall verursachen. In Kindertagesstätten, Altenheimen und Krankenhäusern treten Erkrankungen besonders oft auf. Ältere Menschen neigen dazu, wenig zu trinken, und Kinder müssen oft zum Trinken animiert werden. Gerade diese Personengruppen können schnell dehydrieren, wenn der Körper durch Durchfall viel Flüssigkeit und wertvolle Elektrolyte verliert.
Häufige Fragen & Antworten
Ab wann wird von Durchfall gesprochen? Generell ist die Stuhlfrequenz und Stuhlbeschaffenheit von Mensch zu Mensch verschieden. Von Durchfall bei Erwachsenen wird dann gesprochen, wenn der Stuhlgang mehr als dreimal täglich auftritt, die Menge vermehrt und/oder dünn ist.
Sind während der Behandlung mit Loperamid AL akut Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt? Eine Rücksprache mit dem Arzt ist bei gleichzeitiger Einnahme folgender Arzneimittel/Arzneistoffe erforderlich: Ritonavir (Mittel zur Behandlung einer HIV-Infektion), Itraconazol, Ketokonazol (Mittel zur Behandlung einer Pilzinfektion), Chinidin (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), Gemfibrozil (Mittel zur Behandlung erhöhter Blutfette), Desmopressin (Mittel zur Behandlung von vermehrtem Harnlassen). Generell können Arzneimittel, die die Magen- und Darmtätigkeit dämpfen, die Wirkung von Loperamid AL akut verstärken. Arzneimittel, die die Magen- und Darmtätigkeit beschleunigen, können die Wirkung von Loperamid AL akut reduzieren.
Dürfen auch Kleinkinder Loperamid AL akut einnehmen? Nein. Loperamid AL akut darf von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden.
Was passiert, wenn eine größere Menge an Loperamid AL akut eingenommen wurde? Falls eine größere Menge an Loperamid AL akut eingenommen wurde, ist umgehend ein Arzt oder das nächste Krankenhaus aufzusuchen. Typische Anzeichen einer Überdosierung sind unter anderem Verstopfung, Darmverschluss, Vergiftungserscheinungen des zentralen Nervensystems wie Krämpfe, Schläfrigkeit, Teilnahmslosigkeit, Störung der Koordination von Bewegungsabläufen oder Herabsetzung der Atmung. Um noch im Magen vorhandene Wirkstoffreste zu entfernen, kann ggf. eine Magenspülung durchgeführt werden. Hinweise aus der Gebrauchsinformationen müssen beachtet werden.
Anwendung
Falls ärztlich nicht anders verordnet, nehmen Jugendliche ab 12 Jahren zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen 1 Hartkapsel. Nach jedem ungeformten Stuhl 1 weitere Hartkapsel. Die Tageshöchstdosis von 4 Hartkapseln darf nicht überschritten werden. Erwachsene nehmen zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen 2 Hartkapseln. Nach jedem ungeformten Stuhl 1 weitere Hartkapsel. Die Tageshöchstdosis von 6 Hartkapseln darf nicht überschritten werden. Die Hartkapseln werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Ohne ärztlichen Rat darf Loperamid AL akut nicht länger als 2 Tage eingenommen werden. Sollte der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung mit Loperamid AL akut weiterhin bestehen, muss das Medikament abgesetzt und ärztlicher Rat aufgesucht werden.
Hinweise
Enthält Lactose. Nicht länger als zwei Tage ohne ärztlichen Rat einnehmen. Bitte verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach dem auf der Packung oder der Umverpackung angegebenen Verfallsdatum. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Inhaltsstoffe
Wirkstoff je 1 Kapsel: 2 mg Loperamidhydrochlorid. Sonstige Bestandteile: Gelatine, Lactose-1-Wasser, Magnesiumstearat (pflanzlich), Maisstärke, Talkum, Chinolingelb, schwarzes Eisen(III)-oxidhydrat, Eisen(II,III)-oxid, Indigocarmin, Titandioxid.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Loperamidhydrochlorid sind, von Kindern unter 12 Jahren, bei Zuständen, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z. B. aufgetriebener Leib, Verstopfung und Darmverschluss, bei Durchfällen, die mit Fieber und/oder blutigem Stuhl einhergehen, bei Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten (pseudomembranöse [Antibiotika-assoziierte] Colitis), bei chronischen Durchfallerkrankungen (Diese Erkrankungen dürfen nur nach ärztlicher Verordnung mit Loperamid behandelt werden) und bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa (geschwüriger Dickdarmentzündung).
Dosierung
Anwendungsempfehlung von Loperamid AL akut bei akutem Durchfall: Falls ärztlich nicht anders verordnet, nehmen Jugendliche ab 12 Jahren zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen 1 Hartkapsel. Nach jedem ungeformten Stuhl 1 weitere Hartkapsel. Die Tageshöchstdosis von 4 Hartkapseln darf nicht überschritten werden. Erwachsene nehmen zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen 2 Hartkapseln. Nach jedem ungeformten Stuhl 1 weitere Hartkapsel. Die Tageshöchstdosis von 6 Hartkapseln darf nicht überschritten werden. Die Hartkapseln werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Ohne ärztlichen Rat darf Loperamid AL akut nicht länger als 2 Tage eingenommen werden. Sollte der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung mit Loperamid AL akut weiterhin bestehen, muss das Medikament abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.
Einnahme
Die Hartkapseln sollen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) eingenommen werden.
Patientenhinweise
Das Arzneimittel darf nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden, wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil bei schweren Lebererkrankungen der Abbau von Loperamid verzögert sein kann. Bei Durchfall kann es zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Deshalb muss als wichtigste Behandlungsmaßnahme bei Durchfall auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten geachtet werden. Dies gilt insbesondere für Kinder. Die empfohlene Dosierung und die Anwendungsdauer von 2 Tagen dürfen nicht überschritten werden, weil schwere Verstopfungen auftreten können. Wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung weiterhin besteht, muss das Arzneimittel abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Kinder unter 2 Jahren dürfen nicht mit Loperamid-haltigen Arzneimitteln behandelt werden. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren dürfen nur nach ärztlicher Verordnung mit Loperamid-haltigen Arzneimitteln behandelt werden. Aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes ist das Arzneimittel für diese Altersgruppe nicht geeignet. Hierfür stehen nach ärztlicher Verordnung andere Darreichungsformen zur Verfügung. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Schwangerschaft
Da mit der Anwendung bei Schwangeren keine Erfahrungen vorliegen und der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht erfolgen. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke um Rat.
Sonstiges
Die empfohlene Dosierung und die Anwendungsdauer von 2 Tagen dürfen nicht überschritten werden, weil schwere Verstopfungen auftreten können. Eine über 2 Tage hinausgehende Behandlung mit Loperamid darf nur unter ärztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung erfolgen. Bei Durchfällen kann es zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Als wichtigste Maßnahme bei Durchfällen muss deshalb auf Ersatz von Flüssigkeit und Salzen geachtet werden. Dies gilt insbesondere für Kinder.
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