
Blemaren N Brausetabletten, 50 St
Blemaren N Brausetabletten, 50 St
Hersteller: Aristo Pharma GmbH
PZN: 04078045
Darreichung: Brausetabletten
Inhalt: 50 St
Bonuspunkte 231
Verfügbarkeit: Auf Lager
$35.54
$29.90
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Gebrauchsinformationen zum Blemaren N Brausetabletten, 50 St
Harnsteinerkrankungen
Bis zu 5 Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik sind vom Harnsteinleiden betroffen. Die Ursachen sind je nach Steinart unterschiedlich. Aufgrund von Stoffwechselstörungen kann es zu hohen Konzentrationen schwerlöslicher Salze im Harn und damit zu Auskristallisierungen kommen. Auch der pH-Wert des Harns spielt eine Rolle. Ein Harnstein kann so klein wie ein Getreidekorn sein, aber auch hühnereigroß und größer werden.
Harnsteine können Beschwerden auslösen, die von leichten kaum spürbaren bis zu sehr starken Schmerzen (Koliken) gehen. Nicht jeder Harnstein löst gleich eine Kolik aus. Kleinere Ablagerungen werden anfangs nicht bemerkt. Obwohl die meisten Steine nicht sehr groß sind, verursachen sie wegen ihrer scharfkantigen Kristallstruktur erhebliche Schmerzen. Gelangt ein Stein aus der Niere in den Harnleiter, kann es zu plötzlich einsetzenden und wiederholenden Krämpfen (Koliken) kommen. Je nachdem wo der Stein sitzt, strahlen die Schmerzen in den Rücken, die Leisten, die Oberschenkel, bis in die Genitalien aus. Übelkeit und Erbrechen während einer Kolik können quälende Begleiter sein. In jedem Fall ist eine Abklärung durch einen Arzt erforderlich.
Harnsteine gehen häufig spontan beim Wasserlassen ab. Für die Bestimmung der Ursachen der Steinbildung ist die Kenntnis der Zusammensetzung der Harnsteine von großer Bedeutung. Jeder Harnstein sollte genau analysiert werden. Um abgegangene Steine zu finden kann der Urin gefiltert werden. Lassen Sie die aufgefangenen Harnsteine analysieren und halten Sie sich an die Therapieempfehlung Ihres Urologen!
Das Harnsteinleiden ist eine chronische Erkrankung des Gesamtorganismus. In Abhängigkeit der Steinzusammensetzung bilden Patienten häufig ohne Vorsorgemaßnahmen erneut wieder Harnsteine (hohe Rezidivraten v. 30-70%).
Allgemeine Maßnahmen zur Vorbeugung einer erneuten Steinbildung
Durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2,5 bis 3 l am Tag), durch eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung mit reduzierten Mengen an tierischem Eiweiß (steinspezifische Ernährungsempfehlungen können vom Blemaren-Service Aristo Pharma abgefordert werden), regelmäßige sportliche Betätigung wie Radfahren, Gartenarbeit, auch Treppensteigen und Spazieren gehen, Gewichtsnormalisierung.
Harnsäuresteine (Häufigkeit ca. 10-15%)
Nur Harnsäuresteine können durch eine medikamentöse Alkalisierung des Urins (z.B. mit Blemaren N) aufgelöst und die Neubildung verhindert werden.
Testen Sie Ihren Urin pH-Wert mit Blemastrip! Ein konstant niedriger Urin pH-Wert von unter 5,8 ist ein typisches Merkmal der Harnsäurestein-Patienten. Der Test mit Blemastrip ist ganz einfach und ermöglicht eine sofortige Feststellung des Harn-pH-Wertes. Blemastrip ist in unserem Shop erhältlich.
Calciumsteine (Häufigkeit ca. 70-80%)
Calziumsteine können nicht medikamentös aufgelöst werden. Alkalizitrate (z.B. Blemaren N) können bei Calciumsteinen eine Neubildung und/oder die Größenzunahme von verbliebenen Fragmenten verhindern.
Anwendungsgebiet
Blemaren N Brausetabletten sind zur Alkalisierung des Harns bei Harnsäuresteinleiden mit oder ohne gleichzeitig vorliegenden Kalziumsteinen sowie zur Metaphylaxe (nachgehenden Fürsorge) bei Kalziumsteinen (Vorbeugung einer Neubildung und/oder Verhinderung der Größenzunahme von verbliebenen Fragmenten) zugelassen. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
1 Brausetablette von Blemaren N Brausetabletten enthält: Wirkstoff: Citronensäure 1197,0 mg, Natriumcitrat 835,5 mg, Kaliumhydrogencarbonat 967,5 mg. Sonstige Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Mannitol (Ph. Eur.), Zitronen-Aroma, Saccharin-Natrium 2 H2O, Adipinsäure, Macrogol 600.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich gegen Citronensäure, Natriumcitrat, Kaliumhydrogencarbonat oder einen der sonstigen Bestandteile der Brausetabletten sind, wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wenn Sie an Harnwegsinfekten mit harnstoffspaltenden Bakterien (Gefahr der Struvitsteinbildung) leiden, wenn Sie unter metabolischer Alkalose leiden, wenn Sie an einer seltenen Erbkrankheit mit erhöhtem Kaliumspiegel (Adynamia episodica hereditaria) leiden. Kinder unter 12 Jahren sind von der Behandlung auszuschließen, da keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vorliegen.
Dosierung
Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: Für die Alkalisierung des Harns bei Harnsäuresteinleiden gilt: Der pH-Wert des frischen Harns ist für die Verhinderung einer Wiedererkrankung (Rezidivprophylaxe oder Metaphylaxe) in den Bereich von 6,2-6,8 einzustellen. Die dafür notwendige Tagesdosis kann bei jedem Patienten unterschiedlich sein. In der Regel ist dabei eine Tagesdosis von 3 Brausetabletten, aufgeteilt in drei gleiche Einzelgaben über den Tag, angezeigt. Unterschreiten die Tagesprofile des Harn-pH den pH-Wert 6,2, so ist die Dosierung entsprechend zu erhöhen. Eine derartige Korrektur sollte vorzugsweise durch Erhöhung der abendlichen Dosis auf 2 Brausetabletten, in Ausnahmefällen auf 3 Brausetabletten, erfolgen. Bei Überschreitung des pH-Wertes von 6,8 ist die Dosis zu reduzieren. Eine derartige Korrektur sollte ebenfalls vorzugsweise mit der abendlichen Dosis erfolgen. Für die chemische Auflösung von Harnsäuresteinen (Chemolitholyse) ist der pH-Wert des frischen Harns in einen Bereich von 7,0-7,2 einzustellen.
Für die Metaphylaxe von Kalziumsteinen und zur Alkalisierung des Harns bei Harnsäuresteinleiden mit gleichzeitig vorliegenden Kalziumsteinen gilt: Es ist ein pH-Bereich des frischen Harns von 6,8-7,4 einzustellen. Zum Erreichen dieses pH-Bereiches ist eine individuelle Dosierung erforderlich, in der Regel 3 Brausetabletten. Die Dosis zur Einstellung kann ggf. erhöht werden, wobei 5 Brausetabeletten meist ausreichend sind. Eine Tagesdosis von 3 Brausetabletten kann als Einmalgabe abends oder in drei gleichen Einzelgaben über den Tag eingenommen werden. Bei einer etwaigen höheren Dosis empfiehlt sich die Verteilung auf drei Einzelgaben mit jeweils einer Brausetablette früh und mittags und 2-3 Brausetabletten abends.
Entsprechend den Anweisungen des Arztes ist das Arzneimittel wirkungsbezogen zu dosieren, d.h. es ist diejenige individuelle Dosierung zu ermitteln, die den Harn in den jeweils optimalen pH-Bereich bringt. Die Wirkungskontrolle erfolgt in der Regel dreimal täglich durch Messung des pH-Wertes im Harn. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
In Abhängigkeit von der Steingröße sind zur Steinauflösung Behandlungszeiten von vier Wochen bis zu sechs Monaten notwendig. Die Anwendungsdauer ist in jedem Fall vom behandelnden Arzt zu bestimmen. In der Rezidivprophylaxe hat sich eine individuell festgelegte Intervalltherapie bewährt.
Eine unerwünschte Beeinflussung stoffwechselphysiologischer Parameter ist auch bei höherer als der empfohlenen Dosierung bei ausreichender Nierenfunktion nicht zu erwarten, da die Ausscheidung eines Basenüberschusses durch die Niere einen natürlichen Regulationsmechanismus zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts darstellt. Eine eventuelle Überdosierung kann jederzeit durch Kontrolle des Harn-pH-Bereiches erkannt und durch Dosisverringerung korrigiert werden. Gegebenenfalls ist ärztlicher Rat einzuholen.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte setzen Sie die Einnahme zum vorgegebenen Zeitpunkt entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes fort.
Bitte halten Sie die vom Arzt vorgegebene Therapiedauer ein, da sonst ein vollständiger Behandlungserfolg nicht zu gewährleisten ist.
Einnahme
Die Brausetablette wird in einem Glas Wasser aufgelöst und unmittelbar nach dem Auflösen getrunken. Dazu bitte leicht umrühren. Eine leichte Trübung ist möglich und geringe unlösliche Bestandteile können sich an der Oberfläche absetzen.
Patientenhinweise
Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich: Vor der ersten Behandlung mit dem Präparat muss eine ausreichende Nierenfunktion sichergestellt sein und erhöhte Elektrolytspiegel im Serum ausgeschlossen werden können. Bei Verdacht auf renal-tubuläre Acidose (RTA) ist zusätzlich der Säure-Basen-Status zu kontrollieren. Wenn Sie an Zuständen leiden, die das Auftreten von Harnsteinen begünstigen können (z.B. Adenome der Nebenschilddrüse, Malignome bei Harnsäuresteinen), sollten diese primär einer kausalen Therapie zugeführt werden. Während der Behandlung sollten regelmäßige Kontrollen der Harn- und Blutwerte durchgeführt werden. Besonderes Augenmerk sollte auf den Säure-Basen-Status gelegt werden. Zur Unterstützung der Wirkung des Arzneimittels sollten Sie während der Behandlung die Salzzufuhr reduzieren. Eine tägliche Trinkmenge von ca. 2-3 l in Form von Tee, Fruchtsäften oder alkalisierenden Mineralwässern ist notwendig, um durch eine ausreichende Harnmenge das Steinrisiko zu verringern. Wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden, dürfen Sie das Arzneimittel nur mit Vorsicht anwenden.
Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf das Reaktionsvermögen.
Schwangerschaft
Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillperiode sind nicht bekannt. Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke um Rat.
Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Sonstiges
Bei gleichzeitiger Harnsäurestoffwechselstörung können Allopurinolpräparate zusammen mit Brausetabletten gegeben werden. Während der Anwendung ist auf purinreiche Nahrungsmittel (z.B. Innereien, Sardinen) zu verzichten. Eine tägliche Trinkmenge von ca. 2 l in Form von Tee, Fruchtsäften oder alkalisierenden Mineralwässern ist notwendig. Vor der Anwendung des Arzneimittels sind die Minderalstoffe im Serum zu bestimmen und die Nierenfunktion zu kontrollieren. Eine Erhöhung der Kaliumkonzentration außerhalb der Zellen vermindert die Wirkung von Herzglykosiden, eine Erniedrigung verstärkt die arrhythmische Wirkung von Herzglykosiden. Gegenspieler des Aldosteron, kaliumsparende Arzneimittel zur Entwässerung, ACE-Hemmer und Schmerzmittel ohne Kortison vermindern die Kaliumausscheidung über die Nieren. Es ist zu beachten, dass eine Brausetablette 380 mg Kaliumionen bzw. 9,7 mmol Kalium enthält. Bei einer natriumarmen Diät ist zu beachten, dass 1 Brausetablette 220 mg Natriumionen bzw. 9,7 mmol Natrium enthält.
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