PROCAIN Röwo 1% Ampullen 2 ml, 10X2 ml
PROCAIN Röwo 1% Ampullen 2 ml
Hersteller: medphano Arzneimittel GmbH
PZN: 04493755
Darreichung: Ampullen
Inhalt: 10X2 ml
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Gebrauchsinformationen zum PROCAIN Röwo 1% Ampullen 2 ml, 10X2 ml
Anwendungsgebiete
Procain 1 % Ampulle ist ein Lokalanästhetikum vom Ester-Typ, das zur örtlichen Betäubung eingesetzt wird. Es wird intrakutan, also in die gesunde Haut, im Rahmen neuraltherapeutischer Anwendungsprinzipien injiziert. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
Der Wirkstoff in diesem Arzneimittel ist Procainhydrochlorid. In 1 ml der Injektionslösung sind 10 mg Procainhydrochlorid enthalten. Zu den sonstigen Bestandteilen gehören Natriumhydroxid-Lösung (6 %), Salzsäure, Natriumchlorid und Wasser für Injektionszwecke.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Procain, andere Lokalanästhetika vom Ester-Typ, Sulfonamide, Benzoesäure, Parabene oder einen der sonstigen Bestandteile. Ebenfalls nicht angewendet werden darf es bei bekanntem Mangel an Pseudocholinesterase, zur Einspritzung in Schlagadern, in die Umgebung der äußeren Hüllhaut des Zentralnervensystems oder in den Wirbelkanal.
Dosierung
Das Präparat wird in der Regel durch einen Arzt angewendet. Es sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen injiziert werden. Grundsätzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die gewünschte Nervenblockade erreicht wird. Die Dosierung ist individuell vorzunehmen. Für Jugendliche über 15 Jahren und Erwachsene mit durchschnittlicher Körpergröße beträgt die Procainhydrochlorid-Dosis pro Quaddel bis zu 10 mg, das Volumen des Arzneimittels pro Quaddel bis zu 1 ml. Die empfohlene Maximaldosis bei einzeitiger Anwendung in Geweben mit schneller Wirkstoffaufnahme beträgt 500 mg Procainhydrochlorid (entsprechend 50 ml). Bei Anwendung im Kopf-, Hals- und Genitalbereich beträgt die empfohlene einzeitige Maximaldosis 200 mg Procainhydrochlorid innerhalb von 2 Stunden (entsprechend 20 ml). Bei bestimmten Vorerkrankungen, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sowie bei älteren Menschen kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.
Einnahme
Das Präparat wird in Abhängigkeit von der erforderlichen Nervenblockade intrakutan eingespritzt. Es sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anwendungen gespritzt werden.
Patientenhinweise
Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich, falls Sie an einer bestimmten Form der Muskelschwäche, Störung des Herz-Reizleitungssystems, Herzmuskelschwäche leiden oder die Injektion in ein entzündetes Gebiet vorgenommen werden soll. Der anwendende Arzt wird vor der Anwendung auf eine gute Auffüllung des Kreislaufs achten, eine sorgfältige Kreislaufüberwachung vornehmen und alle Maßnahmen zur Beatmung, Therapie von Krampfanfällen und zur Wiederbelebung zur Verfügung haben. Es ist wichtig, dem Arzt mitzuteilen, ob allergische Reaktionen auf chemisch mit Procain verwandte Arzneistoffe aufgetreten sind. Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein höheres Risiko für Vergiftungserscheinungen im Zentralnervensystem. Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten bestimmte Punkte beachtet werden, wie z.B. die Dosierung so niedrig wie möglich zu wählen und die Injektion langsam vorzunehmen. Eine Anwendung bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgeführt werden. Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren liegen keine ausreichenden Anwendungserfahrungen vor.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Lassen Sie von Ihrem Arzt im Einzelfall entscheiden, ob Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, Maschinen bedienen oder Arbeiten ohne sicheren Halt durchführen können.
Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollte das Präparat nur angewendet werden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Procainhydrochlorid tritt in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich. Bei wiederholter Behandlung oder höheren Dosen sollte jedoch abgestillt werden.
Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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