
Magnesiocard forte 10 mmol P, 20 St
Magnesiocard forte 10 mmol P, 20 St
Hersteller: Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG
PZN: 04636249
Inhalt: 20 St
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Gebrauchsinformationen zum Magnesiocard forte 10 mmol P, 20 St
Magnesiocard® forte 10 mmol Pulver zur Behandlung eines Magnesiummangels
Magnesiocard® forte 10 mmol Pulver ist ein bewährtes Arzneimittel zur Therapie von Magnesiummangelzuständen. Es enthält das einzigartige Magnesiumaspartat-Hydrochlorid, das für eine gute Aufnahme und Bioverfügbarkeit im Körper sorgt. Das Pulver hat einen erfrischenden Grapefruit-Geschmack und kann einfach mit Wasser angerührt werden. Dadurch wird zusätzlich die tägliche Flüssigkeitsaufnahme gefördert. Das aufgelöste Pulver ist nicht brausend, was es zu einer angenehmen Alternative für Personen macht, die Brausetabletten nicht mögen. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wichtigkeit von Magnesium
Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, Magnesium selbst zu produzieren. Daher ist die tägliche Zufuhr über die Nahrung von großer Bedeutung. Magnesium ist an etwa 80 % aller Stoffwechselvorgänge beteiligt. Jeder energieabhängige Prozess des Körpers, wie Muskelbewegungen, die Tätigkeit der inneren Organe und die Nervenfunktionen, benötigt Magnesium. Ohne ausreichend Magnesium können diese zentralen Körperfunktionen nicht richtig ablaufen oder laufen fehlerhaft ab.
Symptome eines Magnesiummangels
Aufgrund der vielfältigen Funktionen von Magnesium können sich Mangelerscheinungen in einer großen Bandbreite an Symptomen äußern. Dazu gehören Muskelkrämpfe, Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich, das Restless-Legs-Syndrom, Lid- und Muskelzucken, Sensibilitätsstörungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln, allgemeine Schwäche und Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Migräne, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen und Druckgefühl, Bluthochdruck, Neigung zu Diabetes mellitus, Nervosität, innere Unruhe und Schlafstörungen, depressive Verstimmung und Angstgefühle, erhöhte Stressanfälligkeit, Reizdarmsymptomatik und Regelbeschwerden.
Ursachen eines Magnesiummangels
Der Magnesiumhaushalt hängt von vier Faktoren ab: Zufuhr, Bedarf, Verlust und Aufnahmerate aus dem Darm. Ein Mangel entsteht, wenn nicht genügend Magnesium zugeführt wird, ein erhöhter Bedarf besteht, der Körper krankheits- oder belastungsbedingt zu viel Magnesium ausscheidet oder die Aufnahme des Mineralstoffs in den Körper gestört ist.
Zufuhr von Magnesium
Magnesiumreiche Nahrungsmittel sind vor allem naturbelassene Produkte wie Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, Naturreis und Hirse. Auch Kakao und Schokolade enthalten viel Magnesium. Allerdings kann magnesiumreiche Kost sehr fetthaltig sein, sodass bei bestimmten Lebensmitteln Vorsicht geboten ist. Ungünstig ist eine fett- und phosphatreiche Kost, wie sie bei Fast-Food vorkommt. Gesund, aber magnesiumarm sind dagegen Gemüse, Obst und Salate. Selbst bei gesunder Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann Magnesium „Mangelware“ sein. Durch die industrielle Verarbeitung und Aufbereitung von Lebensmitteln geht wertvolles Magnesium verloren. Vollkornprodukte sind zwar magnesiumreich, enthalten aber auch viel Phytinsäure, die die Aufnahme des Mineralstoffs verringert.
Bedarf an Magnesium
Ein gesunder Erwachsener sollte täglich 300 bis 350 mg Magnesium über die Nahrung zuführen. Es gibt jedoch Situationen, in denen der Körper mehr Magnesium benötigt, wie bei körperlich oder nervlich anstrengender Arbeit, schweißtreibendem Sport, anhaltendem Stress, während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit. Kinder haben im Verhältnis zum Körpergewicht einen höheren Magnesiumbedarf, besonders im Wachstum.
Verlust von Magnesium
Bei manchen Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, verliert der Körper vermehrt Magnesium über den Urin. Auch Entwässerungstabletten, Alkohol und Limonaden können zu Magnesiumverlusten führen.
Aufnahme von Magnesium
Manchmal wird nicht ausreichend Magnesium vom Körper aufgenommen, obwohl genügend zugeführt wird. Die Aufnahme kann gestört sein durch Durchfall, chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, beeinträchtigte Darmfunktion bei Diabetikern und im höheren Alter, sowie durch bestimmte Medikamente wie Abführmittel, Antibiotika oder Protonenpumpenhemmer. Es gibt auch erblich bedingte Veranlagungen, die die Aufnahme von Magnesium im Verdauungstrakt beeinträchtigen.
Anwendungsgebiet
Magnesiocard® forte 10 mmol Pulver wird angewendet zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion oder Infusion bedürfen, sowie bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn dieser die Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit ist.
Wirkstoffe und Inhaltsstoffe
Der Wirkstoff von Magnesiocard® forte 10 mmol Pulver ist Magnesiumaspartat-Hydrochlorid-Trihydrat. Ein Beutel enthält 2.460 mg Magnesiumaspartat-Hydrochlorid-Trihydrat, entsprechend 243 mg Magnesium. Die sonstigen Bestandteile sind Citronensäure, Macrogol 6000, Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid und Grapefruit-Aroma.
Gegenanzeigen
Magnesiocard® forte 10 mmol Pulver darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionstörung mit Ausscheidungshemmung leiden oder wenn Sie an Flüssigkeitsmangel des Körpers leiden.
Dosierung
Die Dosierung ist abhängig vom Ausmaß des Magnesiummangels und liegt im Ermessen des Arztes. Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt 1- bis 2-mal täglich 1 Beutel, entsprechend 243-486 mg Magnesium. Der Inhalt eines Beutels sollte in einem halben Glas Wasser, Tee oder Fruchtsaft gelöst eingenommen werden.
Einnahme
Verrühren Sie den Inhalt eines Beutels in einem halben Glas Wasser, Tee oder Fruchtsaft und trinken Sie den Inhalt des Glases vollständig aus. Das Arzneimittel sollte vor dem Essen eingenommen werden, um die Aufnahme vom Magen-Darm-Kanal in den Blutkreislauf zu verbessern.
Patientenhinweise
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Präparat einnehmen. Bei leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion ist Vorsicht bei der Anwendung von Magnesiumpräparaten erforderlich. Die Therapie sollte engmaschig durch den Arzt überwacht werden. Aufgrund des hohen Magnesiumgehalts ist das Arzneimittel für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren nicht geeignet. Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen erforderlich.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Magnesiocard® forte 10 mmol Pulver kann während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden, wenn dies der Arzt für notwendig hält. Erfahrungen deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder Auswirkungen von Magnesium auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit hin. Magnesium zeigte keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder von behandelten Müttern.
Hinweise
Magnesiocard® forte 10 mmol enthält den Wirkstoff Magnesiumaspartat-hydrochlorid und wird zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen angewendet, die keiner Injektion oder Infusion bedürfen, sowie bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn dieser die Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit ist.
Sonstiges
Mit fortschreitender Verminderung der Nierenfunktion muss bei Kreatinin im Serum über 500 mol/l (6 mg pro 100 ml) mit einer verminderten Ausscheidung von Magnesium gerechnet werden. Der Wert im Serum steigt dabei gewöhnlich nicht über 1,3 mmol Magnesium.
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