
Pankreatan 25.000 magensaftresistente Kapseln, 50 St
Pankreatan 25.000 magensaftresistente Kapseln, 50 St
Hersteller: NORDMARK Arzneimittel GmbH & Co.KG
PZN: 06890029
Inhalt: 50 St
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Gebrauchsinformationen zum Pankreatan 25.000 magensaftresistente Kapseln, 50 St
Beschreibung des Arzneimittels
Dieses Arzneimittel enthält ein Enzymgemisch, das als Pankreas-Pulver bekannt ist und auch Pankreatin genannt wird. Es wird aus Schweinebauchspeicheldrüsen gewonnen und unterstützt die Verdauung. Das Präparat besteht aus kleinen magensaftresistenten Mikrofilmtabletten, die das Pankreas-Pulver langsam im Darm freisetzen.
Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Anwendungsgebiet
Das Arzneimittel wird zur Behandlung einer exokrinen Pankreasinsuffizienz eingesetzt. Dabei produziert die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Enzyme, um die Nahrung zu verdauen. Es kann bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen angewendet werden. Die Dosierungsanleitung für die verschiedenen Altersgruppen finden Sie in der Kategorie "Dosierung".
Die Behandlung mit Pankreatin verbessert die Symptome der exokrinen Pankreasinsuffizienz, einschließlich Stuhlkonsistenz, Bauchschmerzen, Flatulenz und Stuhlfrequenz. Wenn Sie sich nach fünf Tagen nicht besser oder sogar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Wirkungsweise
Die Enzyme in dem Präparat verdauen die Nahrung, während sie durch den Darm wandert. Sie sollten das Arzneimittel während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einem Snack einnehmen, damit sich die Enzyme gründlich mit der Nahrung vermischen können.
Wirkstoffe und Inhaltsstoffe
244 mg Pankreas-Pulver (vom Schwein), 25000 PhEur-E Triacylglycerollipase, Amylase, Proteasen, Cellulose, mikrokristallin, Crospovidon, Eisenhydroxid, Eisenoxid, Eudragit L 30 D-55, Gelatine, Magnesiumstearat, Montanglycolwachs, Natriumdodecylsulfat, Polysorbat 80, Siliciumdioxid, hochdispers, Simeticon Emulsion, Simeticon, Methylcellulose, Sorbinsäure, Wasser, Talkum, Titandioxid, Triethylcitrat, 23 mg Gesamt-Natrium-Ion.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Pankreatin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben oder nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Ihre Dosierung wird in Lipase-Einheiten angegeben. Lipase ist eines der Enzyme im Pankreas-Pulver. Verschiedene Stärken des Arzneimittels enthalten unterschiedliche Mengen an Lipase. Folgen Sie immer den Anweisungen Ihres Arztes, wie viel Pankreatan Sie einnehmen sollen. Ihr Arzt bestimmt die passende Dosis für Sie, basierend auf der Schwere Ihrer Erkrankung, Ihrem Gewicht, Ihrer Ernährung und dem Fettgehalt in Ihrem Stuhl.
Wenn Sie weiterhin einen fetten Stuhl oder andere Magen- oder Darmbeschwerden haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da Ihre Dosierung möglicherweise angepasst werden muss.
Kinder: Die Stärke dieses Arzneimittels ist möglicherweise nicht für die Einleitung der Therapie bei Kindern geeignet, abhängig vom Alter und Gewicht des Kindes. Die erforderliche Dosis für ein Kind sollte vom Arzt mit Dosierungsformen bestimmt werden, die weniger Lipase-Einheiten enthalten. Sobald die Dosis pro Mahlzeit festgelegt wurde, kann diese Stärke des Arzneimittels bei Kindern angewendet werden. Die übliche Anfangsdosis für Kinder unter 4 Jahren beträgt 1.000 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit. Die übliche Anfangsdosis für Kinder ab 4 Jahren beträgt 500 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit.
Jugendliche und Erwachsene: Die gewichtsbasierte Enzymdosierung sollte bei Jugendlichen und Erwachsenen mit 500 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit beginnen. Die übliche Dosis für eine Mahlzeit liegt zwischen 25.000 und 80.000 Lipase-Einheiten. Die übliche Dosis für einen Snack ist die Hälfte der Dosis für eine Mahlzeit.
Für alle Altersgruppen: Ihre tägliche Gesamtdosis sollte nicht 2.500 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit, 10.000 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag oder 4.000 Lipase-Einheiten pro Gramm Fettaufnahme überschreiten.
Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, trinken Sie viel Wasser und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Sehr hohe Dosen von Pankreas-Pulver können zu einer Erhöhung der Harnsäure im Blut und Urin führen.
Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis wie gewöhnlich mit der nächsten Mahlzeit ein. Versuchen Sie nicht, die vergessene Dosis auszugleichen.
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Viele Patienten müssen das Präparat lebenslang einnehmen.
Einnahme
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einem Snack ein. Dadurch können sich die Enzyme gründlich mit der Nahrung vermischen und diese verdauen, während sie durch den Darm geht.
Die Kapseln sollten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Zerquetschen oder zerkauen Sie die Kapseln nicht, da dies zu Reizungen im Mund führen kann oder die Wirkungsweise in Ihrem Körper verändern kann.
Wenn es für Sie schwierig ist, die Kapseln zu schlucken, öffnen Sie sie vorsichtig und nehmen Sie die enthaltenen Mikrofilmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Mischen Sie die Mikrofilmtabletten nicht in nicht-saurer Nahrung oder Flüssigkeit, zerdrücken oder zerkauen Sie sie nicht, da dies zu Reizungen im Mund führen oder die Wirkungsweise in Ihrem Körper verändern kann.
Behalten Sie die Kapseln oder deren Inhalt nicht in Ihrem Mund. Stellen Sie sicher, dass das Arzneimittel vollständig geschluckt wird und keine Mikrofilmtabletten in Ihrem Mund verbleiben.
Patientenhinweise
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Patienten mit Mukoviszidose sollten bei Einnahme von hochdosierten Pankreas-Pulver Produkten auf ungewöhnliche Bauchbeschwerden oder Veränderungen der abdominalen Symptome achten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Mukoviszidose leiden und mehr als 10.000 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag einnehmen.
Wenn eine allergische Reaktion auftritt, beenden Sie Ihre Behandlung und sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Eine allergische Reaktion könnte Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag beinhalten. In seltenen Fällen kann eine ernste allergische Reaktion mit einem Gefühl von Wärme, Schwindel und Ohnmacht und Atembeschwerden auftreten. Wenn dies der Fall ist, rufen Sie umgehend medizinische Hilfe an. Sprechen Sie vor der Einnahme des Präparats mit Ihrem Arzt, wenn Sie gegen Schweineproteine allergisch sind.
Schmerzen im Mund, Reizung, Blutungen und Geschwürbildung im Mund können auftreten, wenn die Kapseln gekaut und/oder zu lange im Mund behalten wurden. Das Spülen des Mundes und das Trinken eines Glases Wasser können helfen, wenn erste Anzeichen einer Reizung des Mundes auftreten.
Das Arzneimittel hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie das Arzneimittel während der Schwangerschaft einnehmen können. Das Präparat kann während der Stillzeit angewendet werden.
Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Sonstiges
Es ist darauf zu achten, das Präparat unzerkaut zu schlucken, da es aktive Enzyme enthält, die bei der Freisetzung in der Mundhöhle, z. B. durch Zerkauen, dort zu Schleimhautschädigungen führen können. Die Resorption von Folsäure kann durch die Einnahme Pankreaspulver-haltiger Fertigarzneimittel vermindert werden, so dass eine zusätzliche Folsäurezufuhr erforderlich sein kann. Die Wirkung der blutzuckersenkenden Wirkstoffe Acarbose und Miglitol kann durch die gleichzeitige Einnahme des Präparates herabgesetzt werden. In Einzelfällen sind allergische Reaktionen vom Soforttyp sowie allergische Reaktionen des Verdauungstraktes nach Einnahme von Pankreas-Pulver beschrieben worden. Bei Auftreten dieser allergischen Reaktion muss das Präparat sofort abgesetzt werden und möglichst umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Patienten mit Mukoviszidose ist in Einzelfällen nach Gabe hoher Dosen von Pankreas-Pulver die Bildung von Verengungen in unteren Darmabschnitten beschrieben worden. Bei darmverschlussähnlicher Symptomatik sollte daher auch die Möglichkeit von Darmverengungen in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit Mukoviszidose kann vor allem unter Einnahme hoher Dosen von Pankreatin eine erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin auftreten. Daher sollte bei diesen Patienten die Harnsäureausscheidung im Urin kontrolliert werden, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden. Das Präparat darf bei akuter Pankreatitis und einem akuten Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase nicht eingenommen werden.
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