
Regulax Picosulfat Tropfen, 50 ml
Regulax Picosulfat Tropfen, 50 ml
Hersteller: HERMES Arzneimittel GmbH
PZN: 06972394
Darreichung: Tropfen zum Einnehmen
Inhalt: 50 ml
Bonuspunkte 132
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Gebrauchsinformationen zum Regulax Picosulfat Tropfen, 50 ml
Anwendungsgebiet
Dieses Abführmittel wird bei Verstopfung sowie bei Erkrankungen eingesetzt, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern. Wie andere Abführmittel sollte es ohne ärztliche Abklärung der Verstopfungsursache nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
Die Tropfen enthalten 7,5 mg Natrium picosulfat 1-Wasser und 7,23 mg Natrium picosulfat als Wirkstoffe. Als Hilfsstoffe sind Propylenglycol, Sorbitol Lösung 70% (nicht kristallisierend), gereinigtes Wasser und 0,03 BE Kohlenhydrate enthalten.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich gegen Natriumpicosulfat, verwandte Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Auch bei Darmverengung, Darmverschluss, akuten Bauchbeschwerden wie Blinddarmentzündung, starken Bauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen, akut entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder erheblichem Flüssigkeitsmangel des Körpers ist die Einnahme verboten. Kinder unter 4 Jahren dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen.
Verstopfung mit Begleitsymptomen wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. In solchen Fällen sollten Sie das Präparat nicht einnehmen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Bei Erkrankungen mit Störungen des Wasser- und Mineralsalzhaushaltes darf das Arzneimittel nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.
Dosierung
Die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Kinder beträgt 14 bis 27 Tropfen (entsprechend 5 bis 10 mg Natriumpicosulfat). Kinder ab 4 Jahren nehmen, soweit vom Arzt verordnet, eine Einzeldosis von 7 bis 14 Tropfen (entsprechend 2,5 bis 5 mg Natriumpicosulfat) ein.
Das Arzneimittel sollte ohne vorherige ärztliche Abklärung nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Bei einer Überdosierung können Durchfall, Bauchbeschwerden, Verlust von Flüssigkeit, Kalium und anderen Mineralien auftreten. Gegenmaßnahmen richten sich nach den Symptomen. Innerhalb kurzer Zeit nach Einnahme kann durch induziertes Erbrechen oder Magenspülung die Wirkung vermindert oder verhindert werden. Bei starken Wasser- und Mineralverlusten sind diese nach Anleitung des Arztes auszugleichen. Die Gabe von krampflösenden Mitteln kann sinnvoll sein.
Chronische Überdosierung kann zu chronischem Durchfall, Bauchschmerzen, erniedrigten Kaliumwerten, übermäßiger Sekretion von Aldosteron und Nierensteinen führen. In Verbindung mit chronischem Abführmittel-Missbrauch wurde über Schädigungen des Nierengewebes, stoffwechselbedingte Erhöhung von Basenkonzentrationen im Blut sowie über durch erniedrigte Kaliumwerte bedingte Muskelschwäche berichtet.
Einnahme
Die Tropfen werden am besten abends eingenommen, mit oder ohne Flüssigkeit. Die abführende Wirkung tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein. Beachten Sie die Dauer bis zum Wirkeintritt und versuchen Sie nicht, durch starkes Pressen einen Stuhlgang zu erzwingen.
Patientenhinweise
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Kinder ab 4 Jahren sollten das Arzneimittel nur auf ärztliche Anordnung einnehmen. Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Ihre Beschwerden spontan aufgetreten sind, länger andauern und/oder von Symptomen wie Blut im Stuhl oder Fieber begleitet werden. In diesem Fall sollten Sie sich vor Beginn einer Behandlung von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen.
Bei der Anwendung des Arzneimittels in der vorgesehenen Dosierung ist normalerweise keine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit oder der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zu erwarten. Sollten aber Symptome wie Schwindel, kurzzeitige Bewusstlosigkeit oder Bauchkrämpfe auftreten, kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme von Arzneimitteln Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke um Rat. Es liegen keine aussagekräftigen klinischen Studien zur Anwendung in der Schwangerschaft vor. Auf eine Anwendung in der Schwangerschaft sollte möglichst verzichtet werden. In der Stillzeit kann das Arzneimittel angewendet werden, da der Wirkstoff nicht in die Muttermilch übertritt.
Hinweise
Eine medikamentöse Behandlung der Verstopfung wird nur empfohlen, wenn mit anderen Maßnahmen wie Veränderung der Ernährung und des Lebensstils kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann. Bei längerer und hochdosierter Anwendung können erhöhte Verluste von Wasser, Kalium und anderen Elektrolyten auftreten, was zu Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche führen kann, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Entwässerungsmitteln und Kortison.
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