
Talidat Kaupastillen, 100 St
Talidat Kaupastillen, 100 St
Hersteller: CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH
PZN: 07270547
Darreichung: Pastillen
Inhalt: 100 St
Bonuspunkte 153
Verfügbarkeit: Auf Lager
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Gebrauchsinformationen zum Talidat Kaupastillen, 100 St
Anwendungsgebiet
Dieses Arzneimittel dient zur Bindung von überschüssiger Magensäure und wird zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen eingesetzt, bei denen die Magensäure gebunden werden soll. Dazu gehören Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie säurebedingte Magenbeschwerden wie Sodbrennen. Bei Verdacht auf ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sollte eine Untersuchung auf H. pylori erfolgen, und im Falle eines Nachweises sollte eine anerkannte antibakterielle Kombinationstherapie in Betracht gezogen werden, da diese in der Regel zur Heilung der Ulkuskrankheit führt.
Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
Der Wirkstoff in diesem Arzneimittel ist Hydrotalcit mit einer Dosierung von 500 mg pro Kautablette. Die sonstigen Bestandteile umfassen Maltitol, arabisches Gummi, Maltodextrin, Ethanol, Karamel-Aroma, Natriumcyclamat, dünnflüssiges Paraffin, Xanthangummi, gebleichtes Wachs und Saccharin-Natrium.
Gegenanzeigen
Das Präparat darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich gegen Hydrotalcit, Pfefferminzöl oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Auch bei eingeschränkter Nierenfunktion, erniedrigter Phosphatkonzentration im Blut oder einer neurologischen Störung namens Myasthenia gravis sollte das Arzneimittel nicht verwendet werden.
Dosierung
Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre können bei Bedarf mehrmals täglich 1 bis 2 Kautabletten einnehmen. Die Tagesdosis sollte 12 Kautabletten, entsprechend 6000 mg Hydrotalcit, nicht überschreiten. Das Arzneimittel wird mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen eingenommen.
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere sowie dem Verlauf der Erkrankung. Bleiben die Beschwerden unter der Behandlung länger als 2 Wochen bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei einer Überdosierung sind Vergiftungen unwahrscheinlich, da Aluminium und Magnesium nur geringfügig resorbiert werden. Es kann jedoch zu Änderungen des Stuhlverhaltens wie Stuhlerweichung und Zunahme der Stuhlhäufigkeit kommen. Therapeutische Maßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich.
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung eigenmächtig unterbrechen oder vorzeitig beenden.
Einnahme
Die Kautabletten sind gut zu kauen und werden anschließend mit etwas Flüssigkeit hinuntergespült. Die Einnahme anderer Arzneimittel sollte grundsätzlich 1 bis 2 Stunden vor oder nach der Einnahme dieses Präparates erfolgen.
Patientenhinweise
Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein. Eine Behandlung mit dem Arzneimittel sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern. Bei Auftreten von Teerstuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion, Morbus Alzheimer, anderen Formen der Demenz, niedrigen Phosphatspiegeln oder einer phosphatarmen Diät sollte das Arzneimittel nicht hochdosiert und langandauernd eingenommen werden.
Das Präparat soll nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Es wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beobachtet. Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme von Arzneimitteln Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke um Rat. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte vor der Einnahme von Hydrotalcit während der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden. Das Arzneimittel soll während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine mögliche Aluminiumbelastung des ungeborenen Kindes zu vermeiden. Aluminiumhaltige Substanzen gehen grundsätzlich in die Muttermilch über. Über die Ausscheidung des Arzneimittels in die Muttermilch liegen keine Daten vor. Ein Risiko für das Neugeborene ist nicht anzunehmen, da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden.
Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Sonstiges
Bei eingeschränkter Nierenfunktion bestehen unter chronischer Einnahme hoher Mengen Vergiftungsrisiken wie Magnesiumüberschuss und Anstieg der Serumaluminiumspiegel. Bei langandauernder Einnahme hoher Mengen und phosphatarmer Diät kann es zur Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Osteomalzie kommen. Deshalb sollte in diesem Fall eine langandauernde Einnahme hoher Mengen vermieden werden.
Ein Teil des Aluminiums wird aufgenommen und führt zu einer Erhöhung der Serumkonzentration von Aluminium und zu einer Steigerung der Aluminiumausscheidung über die Nieren. Die Serumaluminiumspiegel normalisieren sich in drei bis vier Tagen nach Absetzen der Behandlung. Ein kleiner Teil des Magnesiums wird aufgenommen. Die Magnesiumkonzentration im Serum bleibt in der Regel durch die Ausscheidung über die Nieren gleich.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei langfristiger Einnahme hoher Mengen kann es jedoch zu allmählicher Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe sowie zu einer Magnesiumüberschuss bis hin zur Magnesiumvergiftung kommen, die durch Muskelschwäche, Reflexausfälle, Müdigkeit, Lähmungen, Koma und durch Herzrhythmusstörungen gekennzeichnet ist. In das Nervengewebe aufgenommenes Aluminium hat eine im Tierversuch nachgewiesene neurotoxische Wirkung. Aluminiumablagerungen im Gehirn wurden bei der Dialyseenzaphalopathie nachgewiesen. Bei Dialysepatienten kann es zu einer aluminiumassoziierten Osteomalazie kommen. Außerdem wurde eine aluminiumassoziierte Blutarmut beschrieben.
Bei langfristigem Gebrauch sollten die Aluminiumblutspiegel regelmäßig kontrolliert werden und 40 μg/l nicht überschreiten. Dies gilt insbesondere bei Niereninsuffizienz.
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