
Pangrol 20000 magensaftresistente Tabletten, 50 St
Pangrol 20000 magensaftresistente Tabletten, 50 St
Hersteller: BERLIN-CHEMIE AG
PZN: 04783192
Darreichung: Tabletten magensaftresistent
Inhalt: 50 St
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Gebrauchsinformationen zum Pangrol 20000 magensaftresistente Tabletten, 50 St
Beschreibung des Arzneimittels
Dieses Präparat enthält verdauungsfördernde Enzyme, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese Enzyme, auch Pankreatin genannt, unterstützen die Verdauung bei Menschen mit einer verminderten oder fehlenden Funktion der Bauchspeicheldrüse. Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich.
Anwendungsgebiet
Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Verdauungsstörungen eingesetzt, die durch eine unzureichende Funktion der Bauchspeicheldrüse verursacht werden. Dies kann bei verschiedenen Erkrankungen der Fall sein, wie zum Beispiel Mukoviszidose, chronischer Pankreatitis oder anderen Störungen der exokrinen Pankreasfunktion.
Wirkstoffe und Inhaltsstoffe
Das Präparat enthält 191,11 mg Pankreas-Pulver vom Schwein, welches folgende Enzyme umfasst: 20.000 PhEur-E Triacylglycerollipase, Amylase und Proteasen. Zusätzlich sind folgende Hilfsstoffe enthalten: Carmellose, Natriumsalz, Cellulose, mikrokristallin, Crospovidon, Eudragit L 30 D-55, Hypromellose, 133,34 mg Lactose 1-Wasser, Macrogol 6000, Magnesiumstearat (pflanzlich), Natriumhydroxid, Polysorbat 80, Siliciumdioxid, hochdispers, Simeticon Emulsion 30%, Talkum, Titandioxid, Triethylcitrat, 1 mmol Gesamt Natriumion, Bergamott Aroma und Vanille Aroma.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Pankreas-Pulver, Schweinefleisch oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Ebenfalls ist die Einnahme bei akuter Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder einem akuten Schub einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse während der voll ausgeprägten Erkrankungsphase kontraindiziert. In der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus kann die Einnahme jedoch gelegentlich sinnvoll sein.
Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Die empfohlene Dosis beträgt 1 bis 2 Tabletten pro Mahlzeit, entsprechend 20.000 bis 40.000 Ph.-Eur.-Einheiten Lipase pro Mahlzeit. Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad der Verdauungsstörung und kann unter ärztlicher Kontrolle erhöht werden. Eine tägliche Enzymdosis von 15.000 bis 20.000 Einheiten Lipase pro Kilogramm Körpergewicht sollte nicht überschritten werden. Besonders bei Patienten mit Mukoviszidose sollte die Enzymdosis nicht höher sein als für eine angemessene Fettaufnahme notwendig. Über die Dosierung bei Kindern sollte der Arzt entscheiden.
Die Dauer der Anwendung unterliegt keiner Beschränkung und richtet sich nach dem Krankheitsverlauf. Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, trinken Sie viel Wasser und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Wiederholte hohe Dosen von Pankreas-Pulver können Narbenbildung oder Verdickung der Darmwand verursachen, was zu einer Verstopfung des Darms führen kann. Extrem hohe Dosen können insbesondere bei Mukoviszidosepatienten zu einer Erhöhung der Harnsäure im Blut und Urin führen.
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fahren Sie bitte mit der Behandlung wie empfohlen fort. Wenn Sie die Einnahme abbrechen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Beschwerden zurückkehren können. Nehmen Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Einnahme
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein, vorzugsweise zur Mitte der Mahlzeit. Achten Sie bitte darauf, dass die Tabletten unzerkaut geschluckt werden, da das Arzneimittel beim Zerkauen an Wirkung verliert und die enthaltenen Enzyme bei Freisetzung in der Mundhöhle die Schleimhaut schädigen können. Sie sollten reichlich Flüssigkeit (Wasser oder Saft) nachtrinken.
Patientenhinweise
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen. Bei Patienten mit Mukoviszidose wurde bei Einnahme von hochdosierten Pankreas-Pulver-Produkten eine seltene Darmerkrankung namens "fibrosierende Kolonopathie" berichtet. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Mukoviszidose leiden und mehr als 10.000 Ph.-Eur.-Einheiten Lipase pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag einnehmen. Als Vorsichtsmaßnahme sollten ungewöhnliche Bauchbeschwerden oder Veränderungen der abdominalen Symptome untersucht werden.
Wenn eine allergische Reaktion auftritt, beenden Sie Ihre Behandlung und sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Eine allergische Reaktion könnte Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag beinhalten. In manchen Fällen kann eine ernste allergische Reaktion auftreten, z.B. mit schweren Hautreaktionen, Schwellungen, Wärmegefühl, Schwindel und Ohnmacht, Atembeschwerden, Herzrasen. Dies sind Symptome eines schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Zustands, der als "anaphylaktischer Schock" bezeichnet wird. Wenn dies der Fall ist, rufen Sie umgehend medizinische Hilfe an.
Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung des Arzneimittels bei schwangeren Frauen vor. Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen, sollten Sie das Präparat nicht einnehmen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt hält die Einnahme für unbedingt erforderlich.
Hinweise
Es ist darauf zu achten, das Präparat unzerkaut zu schlucken, da es aktive Enzyme enthält, die bei der Freisetzung in der Mundhöhle, z. B. durch Zerkauen, dort zu Schleimhautschädigungen führen können. Die Resorption von Folsäure kann durch die Einnahme Pankreaspulver-haltiger Fertigarzneimittel vermindert werden, so dass eine zusätzliche Folsäurezufuhr erforderlich sein kann. Die Wirkung der blutzuckersenkenden Wirkstoffe Acarbose und Miglitol kann durch die gleichzeitige Einnahme des Präparates herabgesetzt werden. In Einzelfällen sind allergische Reaktionen vom Soforttyp sowie allergische Reaktionen des Verdauungstraktes nach Einnahme von Pankreas-Pulver beschrieben worden. Bei Auftreten dieser allergischen Reaktion muss das Präparat sofort abgesetzt werden und möglichst umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Patienten mit Mukoviszidose ist in Einzelfällen nach Gabe hoher Dosen von Pankreas-Pulver die Bildung von Verengungen in unteren Darmabschnitten beschrieben worden. Bei darmverschlussähnlicher Symptomatik sollte auch die Möglichkeit von Darmverengungen in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit Mukoviszidose kann vor allem unter Einnahme hoher Dosen von Pankreatin eine erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin auftreten. Daher sollte bei diesen Patienten die Harnsäureausscheidung im Urin kontrolliert werden, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden. Das Präparat darf bei akuter Pankreatitis und einem akuten Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase nicht eingenommen werden.
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