
Pangrol 25000 Hartkapseln mit magensaftresistent überzogene Pell., 200 St
Pangrol 25000 Hartkapseln mit magensaftresistent überzogene Pell., 200 St
Hersteller: BERLIN-CHEMIE AG
PZN: 06160578
Darreichung: Kps. magensaftres. Pellets
Inhalt: 200 St
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Gebrauchsinformationen zum Pangrol 25000 Hartkapseln mit magensaftresistent überzogene Pell., 200 St
Anwendung
Pangrol dient zum Ersatz von Verdauungsenzymen bei Verdauungsstörungen, die durch eine ungenügende oder fehlende Funktion der Bauchspeicheldrüse verursacht werden. Es enthält Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreasenzyme genannt.
Anwendungsgebiet
Das Präparat enthält verdauungsfördernde Stoffe, nämlich Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen, die als Pankreas-Pulver oder Pankreatin bezeichnet werden. Es wird zur Behandlung von Verdauungsstörungen eingesetzt, die durch eine verminderte oder fehlende Funktion der Bauchspeicheldrüse verursacht werden.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
Eine magensaftresistente Hartkapsel enthält Pankreaspulver vom Schwein mit einer Lipaseaktivität von 25000 Ph.Eur.-Einheiten, Amylaseaktivität von 22500 Ph.Eur.-Einheiten und Proteaseaktivität von 1250 Ph.Eur.-Einheiten. Zusätzlich enthält die Kapsel folgende Hilfsstoffe: hydriertes Rizinusöl, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Croscarmellose-Natrium, mikrokristalline Cellulose, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer, Talkum, Triethylcitrat, Simeticon-Emulsion, Eisen(III)-oxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid, Indigocarmin, Chinolingelb, Titandioxid, Gelatine und Natriumchlorid.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Pankreas-Pulver, Schweinefleisch oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Ebenfalls ist die Einnahme nicht gestattet bei akuter Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder einem akuten Schub einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse während der voll ausgeprägten Erkrankungsphase. In der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus kann die Einnahme jedoch gelegentlich sinnvoll sein.
Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Die empfohlene Dosis beträgt 1 Kapsel pro Mahlzeit, was 25 000 Ph.Eur.-Einheiten Lipase pro Mahlzeit entspricht. Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad der Verdauungsstörung und kann daher höher sein. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen und an der Verbesserung der Krankheitszeichen ausgerichtet sein. Eine tägliche Enzymdosis von 15 000 bis 20 000 Einheiten Lipase pro Kilogramm Körpergewicht sollte nicht überschritten werden. Besonders bei Patienten mit Mukoviszidose sollte die Enzymdosis nicht höher sein als für eine angemessene Fettaufnahme notwendig. Über die Dosierung bei Kindern sollte der Arzt entscheiden.
Die Dauer der Anwendung unterliegt keiner Beschränkung und richtet sich nach dem Krankheitsverlauf, der vom Arzt bestimmt wird. Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, trinken Sie viel Wasser nach und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Wiederholte hohe Dosen von Pankreas-Pulver können Narbenbildung oder Verdickung der Darmwand verursachen, was zu einer Verstopfung des Darms führen kann, eine Erkrankung, die fibrosierende Kolonopathie genannt wird. Extrem hohe Dosen von Pankreas-Pulver können insbesondere bei Mukoviszidosepatienten zu einer Erhöhung der Harnsäure im Blut und Urin führen.
Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, sondern fahren Sie bitte mit der Behandlung wie empfohlen fort. Wenn Sie die Einnahme abbrechen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Beschwerden zurückkehren können. Nehmen Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Einnahme
Nehmen Sie die Kapsel als Ganzes unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein, vorzugsweise zur Mitte der Mahlzeit. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Kapsel im Ganzen zu schlucken, können Sie diese auch vorsichtig über einem geeigneten Gefäß durch Auseinanderziehen öffnen und nur den Inhalt mit etwas Flüssigkeit sofort und ohne zu kauen herunterschlucken. Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Kapseln oder ihren Inhalt nicht zerdrücken oder zerkauen, da das Arzneimittel sonst an Wirkung verliert und die enthaltenen Enzyme bei Freisetzung in der Mundhöhle die Schleimhaut schädigen können. Sie sollten reichlich Flüssigkeit (Wasser oder Saft) nachtrinken.
Patientenhinweise
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, insbesondere wenn Sie an Mukoviszidose leiden und mehr als 10 000 Ph.Eur.-Einheiten Lipase pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Bauchbeschwerden oder Veränderungen der abdominalen Symptome bemerken. Bei einer allergischen Reaktion beenden Sie die Behandlung und sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieses Arzneimittel enthält aktive Enzyme, die bei Freisetzung im Mund zu Schädigungen der Mundschleimhaut führen können. Achten Sie darauf, die Kapseln unzerkaut zu schlucken.
Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung des Arzneimittels bei schwangeren Frauen vor. Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen, sollten Sie das Arzneimittel nicht einnehmen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt hält die Einnahme für unbedingt erforderlich.
Hinweise
Für dieses Produkt ist kein Rezept erforderlich. Es ist darauf zu achten, das Präparat unzerkaut zu schlucken, da es aktive Enzyme enthält, die bei der Freisetzung in der Mundhöhle zu Schleimhautschädigungen führen können. Die Resorption von Folsäure kann durch die Einnahme Pankreaspulver-haltiger Fertigarzneimittel vermindert werden, so dass eine zusätzliche Folsäurezufuhr erforderlich sein kann. Die Wirkung der blutzuckersenkenden Wirkstoffe Acarbose und Miglitol kann durch die gleichzeitige Einnahme des Präparates herabgesetzt werden. In Einzelfällen sind allergische Reaktionen beschrieben worden. Bei Auftreten dieser allergischen Reaktion muss das Präparat sofort abgesetzt werden und möglichst umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Patienten mit Mukoviszidose ist in Einzelfällen nach Gabe hoher Dosen von Pankreas-Pulver die Bildung von Verengungen in unteren Darmabschnitten beschrieben worden. Bei darmverschlussähnlicher Symptomatik sollte auch die Möglichkeit von Darmverengungen in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit Mukoviszidose kann vor allem unter Einnahme hoher Dosen von Pankreatin eine erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin auftreten. Daher sollte bei diesen Patienten die Harnsäureausscheidung im Urin kontrolliert werden, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden. Das Präparat darf bei akuter Pankreatitis und einem akuten Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase nicht eingenommen werden.
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